Platzbesuch

Tierschutzvereine oder Tierheime, denen das Wohl ihrer Schützlinge am Herzen liegt, vermitteln ein Tier nur nach einem vorherigen Besuch durch einen oder zwei Mitarbeiter. Viele Interessenten für ein Tier, schrecken ein wenig vor einem Platzbesuch, auch Vorkontrolle genannt zurück.

Bitte haben Sie Verständnis, dass eine Vermittlung nur nach einem positiven Platzbesuch erfolgen kann.

Wir möchten Ihnen hier erläutern, warum ein Platzbesuch für die dauerhafte Zufriedenheit von Zwei- und Vierbeiner so wichtig sein kann.

Sie sehen das Bild eines Tieres auf unserer Homepage, in einer Annonce oder auf den Seiten unserer sozialen Netzwerke und haben sich unsterblich in dieses Tier verliebt. Sie nehmen Kontakt zur Pflegestelle auf und besuchen ihren kleinen oder großen Herzensbrecher und entscheiden sich für diese Fellnase als neues Familienmitglied.

Unsere Pflegefamilien kennen ihre Schützlinge in- und auswendig und kennen auch deren Gepflogenheiten, Ansprüche und vielleicht sogar die ein oder andere Eigenart. Um dann sicher zu stellen, dass sich das auserwählte Tier bei ihnen dauerhaft wohlfühlt und damit auch Sie viel Freude an ihrem Familienmitglied haben, findet ein Platzbesuch bei Ihnen statt.

Wenn Sie einen Hund direkt aus Ungarn adoptieren, machen wir auch hier vorab einen Platzbesuch mit Ihnen aus. Wohnen Sie weiter entfernt, schließen wir uns mit Kollegen oder Kolleginnen vor Ort Kurz und geben diesen die Daten und das Profil des Hundes.  Die Adressdaten werden immer sehr vertraulich in einem solchen Fall behandelt.
Die Helfer vor Ort wollen Sie nicht kontrollieren oder Bewerten, sondern schauen lediglich, ob eventuell eine kleine Lücke im Zaun, eine hohe Treppenstufe, zuviele Treppen für den ein oder anderen Hund eventuell zur Gefahr werden könnte. Unsere Helfer sind sehr erfahren und haben meist täglich mit Hunden zu tun. Sie kennen die Situationen die auftauchen können und stehen Ihnen beratend zur Seite.  Schließlich, soll ihr neues Familienmitglied und die Familie viele Jahre glücklich miteinander verleben.

Ein paar kleine Beispiele für den Sinn der Platzbesuche, auch Vorkontrollen/VK genannt.

Eine Familie meldete sich für einen Junghund, es sollte ein junger Schäferhund als neues Familienmitglied aufgenommen werden, Die Familie erläuterte die Wohnsituation als großzügig mit Garten und Terrasse, allerdings stellte sich heraus, dass die Familie eine Terrassenbenutzung und eine Gartenbenutzung im Mietvertrag hatte und im 4. Stockwerk wohnte.

Eine junge Familie interessierte sich für einen Viszla (Jagdhund) und der einzigste Spaziergänger für den Hund wäre ein 7 jähriges Mädchen gewesen…

Eine Anfrage für einen etwas ängstlichen Huskie. Im Beratungsgespräch wurde im Vorfeld schon vieles angesprochen und das neue Familienmitglied sollte nun bald einziehen, Die VK ergab, dass sich innerhalb des Hauses ein Tonstudio befand, Trotz Dämmung drang von dort ohrenbetäubender Lärm, Für einen Angsthund ein absolutes No Go.

Ein Labbiwelpe sollte bei einer Familie einziehen, Alle Voraussetzungen waren gegeben. Ein Platzbesuch eines aufmerksamen Helfers ergab, dass sich hinter einem Strauch eine große Zaunlücke befand zur stark frequentierten Hauptstraße.

Denn wenn ihr Umfeld, Ihre Wohnsituation, Ihre Familie ect. nicht zu den Ansprüchen des jeweiligen Tieres passen, kann es nach dem Einzug des Tieres bei Ihnen, zu Stressituationen kommen, die vermeidbar sind durch individuelle Beratung direkt vor Ort.

    Die wichtigsten Punkte bei einem Platzbesuch sind:
    1. Die Sicherheit des jeweiligen Tieres steht im Vordergrund
      2. Falls Garten vorhanden, ist dieser so eingezäunt dass der jeweilige Hund nicht ausbüxen kann?

 

    3. Beratung vor Ort, wo ggf. Schlaf oder Ruheplatz am günstigsten sind
    Viele Fragen können schließlich noch geklärt werden, was vor Ort einfach am sinnvollsten ist.

Tierschutz und Tierhilfe im Kreis Altenkirchen/Westerwald